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Das Städteranking 2009: Welche Faktoren schaffen und sichern Arbeitsplätze?
Henning Krumrey, Stv. Chefredakteur der „WirtschaftsWoche“
Zum sechsten Mal hat die „WirtschaftsWoche“ zusammen mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der Kölner IW Consult im Jahr 2009 die 50 einwohnerstärksten deutschen Städte einem Test unterzogen. Betrachtet wurden dabei 96 ökonomische, soziale und politische Indikatoren, die für die Entwicklung einer Stadt als Wirtschaftsstandort relevant sind. Die Ergebnisse des Rankings sollen Hilfestellung leisten bei Ansiedlungsentscheidungen. „Die Städte stehen künftig nicht nur bei der Wirtschaftsansiedlung in Konkurrenz zueinander, sondern auch beim Anwerben von High Potentials“, betonte Henning Krumrey.
Der Sieger beim Städteranking 2009 ist erneut München. Den größten Sprung im Vergleich zum Vorjahr hat Bielefeld gemacht, das von Platz 35 auf Platz 13 kam.
Basis des Städtevergleichs waren zwei Fragen: In welcher Stadt ist der Wohlstand am größten? Welche Stadt besitzt die größte wirtschaftliche Dynamik? Aus diesen beiden Fragen wurden ein Niveauranking mit insgesamt 60 Indikatoren und ein Dynamikranking mit 36 Indikatoren entwickelt. Beim Dynamikranking wurde der Zeitraum von 2003 bis 2008 betrachtet. Die Indikatoren wurden in vier großen Bereichen zusammengefasst:
Beim Niveauranking belegt München – wie in jedem Jahr seit dem ersten Städteranking 2004 – mit weitem Vorsprung den ersten Platz. Es folgen Stuttgart und Karlsruhe. Bielefeld kam auf Platz 21 und liegt damit vor Städten wie z. B. Hannover, Dresden, Aachen, Dortmund und Berlin. Beim Dynamikranking belegt Hamburg den ersten Platz, gefolgt von Saarbrücken und Münster. Bielefeld kam hier auf Platz 8.
Krumrey stellte einige Indikatoren für das Ranking vor. Dazu gehören: Kaufkraft je Einwohner, Arbeitslosenquote, Gründungsintensität, verfügbares Einkommen je Einwohner, Arbeitsplatzversorgung am Wohnort, Unternehmensinsolvenzen je 1.000 Einwohner, Anteil der privat Verschuldeten, Hilfeempfänger je 100 Einwohner, Höhe der Wohnungsmieten, Fahrzeit bis zum nächsten Autobahnanschluss, Zahl der Einwohner mit Hochschulabschluss, Anteil der naturnahen Flächen, Kriminalitätsrate etc.
Beim Niveauranking ergaben sich für Bielefeld als besondere Stärken:
Bielefelds Stärken beim Dynamikranking sind:
Als größte Schwäche Bielefelds erweist sich die Investitionsquote: In diesem Bereich landete die Stadt auf Platz 48. Zu gering ist zudem die Zahl der Hochschulabsolventen und der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Außerdem bescheinigten befragte Unternehmen, dass Bielefeld nicht wirtschaftsfreundlich ist. „Zwar hat sich Bielefeld in Sachen Dynamik in vielen Punkten deutlich verbessert, doch ist die Zufriedenheit der Unternehmen noch steigerungsfähig“, sagte Krumrey. Sein Ratschlag: „Noch besser werden, aber vor allem: viel lauter darüber reden!“
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