Die Referenten

Prof. Martin zur Nedden
Wissenschaftlicher Direktor und Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Urbanistik
Digitalisierung als Element der integrierten Stadtentwicklung
Die Städte stehen vor erheblichen Herausforderungen. Dazu gehört neben dem Klimawandel und dem demographischen Wandel auch die Digitalisierung. Sie wird die Entwicklung der Städte in starkem Maß beeinflussen. Einerseits kann die Digitalisierung bei der Bewältigung der Aufgaben Unterstützung leisten, andererseits birgt sie aber auch Risiken. Hinzu kommen prognostische Unsicherheiten. Das Thema Digitalisierung muss daher Bestandteil integrierter Stadtentwicklungskonzepte werden, die zur erfolgreichen Bewältigung der aktuellen Herausforderungen erforderlich sind.

Dr. Antje Flade
Diplom-Psychologin für angewandte Wohn- und Mobilitätsforschung
Der Mensch in der Smart City – die Individualebene im Blickfeld
In der Smart City lockern sich die emotionalen Bindungen sowohl an die soziale als auch an die physische Umwelt. Um einer solchen Entwicklung entgegenzuwirken, bedarf es stadtplanerischer Maßnahmen, die darauf abzielen, den öffentlichen Raum in seiner Funktion als Ort für interpersonale Begegnungen sowie authentischen Erfahrungen mit der Umwelt zu stärken. Der Vortrag beleuchtet die Auswirkungen der Smart City auf den Menschen wie etwa die Entpersönlichung und den individuellen Kontrollverlust und erläutert passende Leitbilder, zu denen „Third Places“ und „Walkable Communities“ gehören.

Rena Tangens
Gründungsvorsitzende Digitalcourage e. V.
Smart Citizens und die Rattenfänger
„Smart Citizens“, „Big Data“ und „Internet der Dinge“: Diese Buzzwords schwirren seit einiger Zeit um uns herum. Sie sollen uns suggerieren, dass auch wir da jetzt mitmachen müssen. Kluge Bürgerinnen und Bürger lassen sich aber nicht verunsichern, sondern denken nach, bevor sie sich ein Danaergeschenk in die Stadt holen. Datenschutz ist nicht der Sahnetupfer obenauf, sondern die Grundlage einer lebenswerten, sozialen und demokratischen Gesellschaft. Der Vortrag versteht sich als ein Plädoyer für Innovation mit Weitblick.

Michael Lobeck
Moderator und Berater in der Stadtentwicklung – promediare.de
Zwischen Big Money und Open Government – Was können Kommunen konkret tun?
Die Digitalisierung fordert Kommunen auf vielfältige Weise, bietet ihnen aber auch weitreichende Chancen. Es stellt sich die Frage, wo Kommunen ihre stets begrenzten Ressourcen einsetzen können und in welchen Bereichen sie dies tun sollten. Außerdem geht es darum, ob und in welcher Weise Kommunen sich ändern müssen, um Digitalisierung erfolgreich gestalten zu können.

Prof. Dr.-Ing. Prof. e. h. Wilhelm Bauer
Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO
Stadt 4.0: Leben und Arbeiten in der Stadt – eine neue Symbiose?

Durch neue Technologien wie 3D-Druck, modulare Produktionssysteme, elektromobile Logistik und die Digitalisierung der Wertschöpfung entstehen neue Möglichkeiten einer wohnverträglichen urbanen Produktion. Entwicklungen wie Nähe zum Kunden, kundenintegrierte offene Innovation, Zusammenarbeit in Innovationsräumen, Makerspaces und Co-Working Centern lassen eine engere Verzahnung von Privatem und Beruflichem erwarten. Dadurch können neue Modelle der Freizeit-Lebens-Arbeits-Organisation und -Gestaltung entstehen.

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