Die Panelrunden:

Panel 1
VarioWohnen – Mikrowohnen und Flexibilität

Prof. Dipl.-Ing. Bettina Mons, Fachhochschule Bielefeld, Lehrgebiet Architektur, Planungstheorie und Projektsteuerung

Der Bedarf an günstigem Wohnraum, der bei hoher architektonischer
und wohnlicher Qualität flexibel und nachhaltig nutzbar ist, wächst durch die steigende Anzahl Studierender, Auszubildender und Rentner weiterhin an. Mit dem Programm VarioWohnen fördert das Bundesbauministerium Modellvorhaben zur Planung und Realisierung von zukunftsweisenden Wohnkonzepten, die jeweils wissenschaftlich begleitet werden, um Erkenntnisse für zukünftige Entwicklungen zu gewinnen. Vorgestellt wird
das Projekt Studentisches Wohnen im Martini-Quartier in Kassel.


Panel 2
Heimat vom Fließband? - Serielles Bauen

Dr. Timo Munzinger, Referent für Integrierte Stadtentwicklung,
Städtebau, Architektur und Stadtgestaltung beim Deutschen Städtetag
Peter Stubbe, Vorstandsvorsitzender der GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen
Matthias Rottmann, Architekturbüro DeZwarteHond, Köln

Das Panel wird sich mit dem Für und Wider des seriellen Wohnungsbaus auseinandersetzen. Aus den unterschiedlichen Sichtweisen von Bauherren, Architekten und den Verantwortlichen in den Städten sollen die Chancen und Risiken des seriellen Wohnungsbaus diskutiert und der Frage nachgegangen werden, unter welchen Rahmenbedingungen serielles Bauen sinnvoll ist. Darüber hinaus soll erörtert werden, ob der serielle Wohnungsbau das Bauen günstiger und schneller macht, auf welche Weise Mieter und Anwohner einbezogen werden können und wie man Baukultur und serielles Bauen in Einklang bringen kann.

Panel 3
Heimat für alle? – Neue gemeinschaftliche Wohnformen

Klaus Beck, Architekt und Stadtplaner
Marie-Pascale Gräbener, bildende Künstlerin und Mitglied eines
Mehrgenerationenwohnprojektes

Wohnprojekte suchen Antworten auf die Herausforderungen des demographischen Wandels, stehen für selbst verantwortetes generationenübergreifendes Wohnen im Zusammenspiel von Autonomie und Gemeinschaft und suchen neue Formen nachbarschaftlichen Zusammenlebens. In Bielefeld sind bereits mehrere Wohnprojekte sowohl als Eigentums- als auch als Mietwohnungen entstanden, die sich in Größe, Zusammensetzung der Bewohnerschaft und Zielrichtung voneinander unterscheiden. Allein gemeinsam ist das Bemühen um eine konstruktive Bearbeitung von Konflikten, der eigenverantwortliche Umgang mit den Gebäuden und die Gestaltung, Nutzung und Pflege von gemeinschaftlichen Bereichen und Freiräumen.

Panel 4
Ankunftsstadtteile –
zwischen Integrationsschleuse und Armutsfalle
Prof. Dr. Reiner Staubach
, Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Lehrgebiet Planungsbezogene Soziologie, Planungstheorie und -methodik
Tülin Kabis-Staubach, Vorstand u. Projektleiterin Planerladen e.V.,
Dortmund

Die Metropole Ruhr hat einen beeindruckenden Strukturwandel vollzogen. Industriebrachen wurden zu Parkanlagen, offene Abwassersysteme zu naturnahen Bachläufen. In der Ruhr kann man nach fast fünf Jahrzehnten Badeverbot seit 2017 wieder baden, und Essen wurde im selben Jahr von der europäischen Kommission der Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ ver­liehen. Als einer der großen Ballungsräume Europas stellt sich die Metropole Ruhr als lebenswerte Heimat für mehrere Millionen Menschen dar und dient international als Vorbild für regionale Entwicklungsformate.

Panel 6
Heimat an ungewöhnlichen Orten
Andreas Wannenmacher
, Architekten Wannenmacher+Möller, Bielefeld
Prof. Dipl.-Ing. Oliver Hall, Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Lehrgebiet Stadtplanung und städtebauliches Entwerfen

Ungewöhnliche Orte zum Wohnen und Leben finden sich zahlreiche. Die Frage ist, ob solche Orte „Heimat“ sein können oder ob nicht vielmehr ein Heimatgefühl an solchen Orten nur dann gedeihen kann, wenn die Möglichkeit der Aneignung und kreativen Entfaltung besteht. Anhand von innovativen Projektbeispielen wie Heimatwerker.NRW, der Hochhausruine Torre de David in Caracas und der Umnutzung des ehemaligen Telekom-Hochhauses in Bielefeld sollen Möglichkeiten und Grenzen des Machbaren diskutiert werden.